Allergie oder doch Corona?

Viele Heuschnupfen-Geplagte leiden besonders zurzeit unter den Symptomen, bedingt durch den erhöhten Pollenflug während dem frühlingshaften Wetter. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation sind viele Allergiker unsicher, ob hinter den typischen Allergie- Symptome nicht doch eine Corona Infektion steckt.

Besonders der erhöhte Pollenflug durch das frühe Aufblühen einiger Pflanzenarten wie z.B. der Erle und Hasel belastet Allergiker sehr stark. Der milde Winter 2019/20 begünstigte das frühe Aufblühen und wird wahrscheinlich auch der Grund sein, dass die Allergie-Saison dieses Jahr auch intensiver sein wird.

Birke, Eibe, Esche, Eiche, Flieder und Rotbuche können die Intensität der Symptome von Allergikern vor allem im April und Mai stark beeinflussen. Die Symptome können aber von Saison zu Saison stark variieren. Im letzten Jahr noch kaum, aber in dieser Saison vermehrt Symptome verunsichert einige Allergiker, sie könnten sich aufgrund der respiratorischen Beschwerden (Husten,..) mit Coronaviren infiziert haben.

Allergiker können jedoch beruhigt werden. Es gibt ganz klare Unterscheidungsmerkmale zwischen saisonalen Allergie-Symptomen und den Symptomen einer Corona-Infektion. Typisch für eine Infektion sind eventuell Fieber und Gliederschmerzen, welche nicht für eine Allergie sprechen. Umgekehrt sind starker Niesreiz, Rhinorrhoe, Tränenfluss, und juckende Augen kein Indiz für COVID-19. Es kann durchaus zu einer Beteiligung der unteren Atemwege kommen bei schweren Formen der allergischen Rhinitis. Symptome eines Asthma bronchiale mit Hustenreiz und Atemnot sind auch möglich. Die Betroffenen sollten jedoch auf starkes Krankheitsgefühl und Fieber- und Gliederschmerzen achten.

Hier eine kleine Übersicht zur Unterscheidung:

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst weist in einer Stellungnahme darauf hin, dass Patienten mit allergischer Rhinitis kein erhöhtes Risiko haben, sich mit dem neuartigen Coronavirus zu infizieren. Die verstärkte immunologische Reaktion gegenüber bestimmten Allergenen sei zudem kein Ausdruck eines generell gestörten Immunsystems.

Ob Allergiker (und Asthmatiker) im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion hingegen ein höheres Risiko für schwerwiegende Verläufe tragen, wurde allerdings noch nicht untersucht.

Wer zurzeit in der Öffentlichkeit hustet oder niest, wird strafend angeschaut. Der Betroffene könnte doch die Personen in seinem Umfeld mit dem Coronavirus anstecken. Dass der Allergiker aber derzeit mit den Symptomen zu kämpfen hat, wird oft vergessen. Allergiker sollten jedenfalls an eine entsprechende Niesetikette denken!

Tipps und Tricks, wie Sie Ihre allergischen Symptome in den Griff bekommen, geben wir Ihnen gerne bei uns in der Apotheke mit.

Quelle: Dt. Apothekerzeitung

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