Informationen zum PCR- Labor Test

Seit kurzem können wir bei uns in der St. Hubertus Apotheke Kaisermühlen einen PCR- Test anbieten. Dafür werden die Personendaten (Name, Geb.datum, Adresse, Telefon) direkt an der TARA in der Apotheke aufgenommen. Die Probe wird mittels Nasen- Rachenabstrich gewonnen. Die Probe wird anonymisiert, an unser Partnerlabor Virotrust Labor übermittelt und von diesem ausgewertet. Das Testergebnis erhalten Sie  nach der Probenentnahme in der Apotheke oder per Email.

Testzeiten und Ergebniserhalt

Montag, Freitag 8.00 bis 17.00 Uhr (ohne Pause)

Di, Mi, Do 8.00 bis 11.30 und 12.30 bis 17 Uhr (mit Pause)

Samstag 8.00 bis 11.00 Uhr (Sa > Ergebnis bis 18 Uhr)

Proben bis 11.30 Uhr > Ergebnis am selben Tag um 17-18 Uhr

Proben bis 17.00 Uhr > Ergebnis am Folgetag um 11 Uhr

Befundabfrage: Auskunft zur Befundabfrage erfolgt über das 

Virotrust Labor: +43 664 997 312 61 (Mo-Fr 8-16 Uhr, Sa 8-14 Uhr)

bevorzugt via Email: hello@virotrust.at

Näheres zum Partner- Labor unter https://virotrust.at

Was passiert bei einem positiven Testergebnis?

Positive Testergebnisse werden in das zentrale Meldesystem EMS der Behörde eingetragen und Sie werden umgehend von der Behörde informiert, sich in Quarantäne zu begeben.

(siehe Übersicht „Anmeldung bis Testergebnis“ auf Startseite)

Was ist ein PCR Test?

PCR-Tests (Polymerasekettenreaktion) dienen dem Nachweis einer aktuellen COVID-19-Virusinfektion. Der Test beurteilt den Ist-Zustand, kann also innerhalb weniger Tage unterschiedliche Ergebnisse bringen. Für PCR-Tests werden in der Regel Proben mittels Nasen- oder Rachenabstrich entnommen. Mittlerweile gibt es auch Varianten mit Gurgel– oder Speicheltest. Bei den derzeit üblichen PCR-Testverfahren werden die genetischen Informationen des Virus aus geringen Probenmengen in mehreren Zyklen vervielfältigt. Die Vervielfältigung ist der Grund, warum es länger dauert als bei Standarduntersuchungen, bis die Laborergebnisse vorhanden sind. Die hochempfindlichen Tests werden in speziellen Laboren durchgeführt.

PCR-Tests in der Frühphase der COVID-19-Erkrankung können – abhängig von der Qualität der Probe – mit hoher Genauigkeit den Virus nachweisen. Eine PCR-Testung von symptomfreien Patienten ist daher allenfalls bei Kontakt mit einem bekannt positiven Indexpatienten sinnvoll. Ein positives Testergebnis bedeutet, eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 ist erfolgt.

Die Frage mit der Spezifität von PCR Tests:

Fallbeispiel: Eine Person wurde positiv auf das Virus getestet, ohne dass Symptome vorlagen. Bei einem 2. PCR Test war das Testergebnis negativ. Wie kann das sein?

Viele Labore weisen über den PCR Test nur das E-Gen der Corona Viren nach, da dies kostengünstig und trotzdem eine sehr sensitive Methode ist. Das E-Gen wird nur in der Virushülle codiert, nicht nur bei Sars-CoV-2, sondern bei anderen Coronaviren (Sarbecoviren) auch. Um einen Verdacht daher zu bestätigen, braucht es einen spezifischen Nachweis von Sars-Cov-2, wie spezifische Gene RdRP- Gen, S-Gen oder ORF1-Gen.

Als auf Empfehlung der WHO für endemische Gebiete die Bestätigungstests eingestellt wurden, erfolgte ab April 2020 in vielen kleineren Laboren ein PCR-Nachweis von SARS-CoV-2 nur noch über das E-Gen.

https://www.biovis-diagnostik.eu/wp-content/uploads/Biovis_SARS-CoV-2_Teil3_DE.pdf

ct- Wert


Bei PCR-Tests ist es nicht nur wichtig zu wissen, ob SARS-CoV-2 nachgewiesen werden konnte oder nicht, es ist auch wichtig zu erfahren, wie viele Viren gefunden wurden. Aufschluss dar- über gibt der sogenannte CT-Wert, die Zahl an Amplifikationszyklen, die erforderlich ist, um das Virus nachweisbar zu machen. Bei Patienten mit einer sehr hohen Viruslast nden sich CT-Werte unter 20. Mittlere CT-Werte von 25 lassen auf das Vorhandensein von etwa 100.000 Viren/ml schließen. Bei CT-Werten von 30 sind es gerade einmal 100. Liegen die CT-Werte über 33 oder 34 sind es weniger als 20 Viren/ml. Eine Anzucht der Erreger gelingt in diesen Fällen kaum noch. Aufgrund der geringen Viruslast, sind die Patienten daher nicht mehr infektiös.


Um die Sensitivität des SARS-CoV-2-Nachweises zu erhöhen und auch geringste Virusmengen bei beginnenden Infektionen erfassen zu können, wurde jedoch empfohlen die Zahl der Amplikationszyklen auf 40 zu erhöhen. Damit wird die Detektionsgrenze des Verfahrens erreicht, wobei die erhöhte Sensitivität zu Lasten der Spezifität geht, d. h. falsch positive Ergebnisse werden häufiger.


Fraglich positive SARS-CoV-2-PCR-Tests mit CT-Werten über 35 sind nicht selten und sollten immer kontrolliert werden. Sie können auf eine Probennahme in einer frühen Inkubationsphase oder Rekonvaleszenz hinweisen oder Ausdruck einer schlechten Probenqualität sein. Tests mit einer integrierten Abstrichkontrolle ermöglichen Rückschlüsse auf die Probenqualität und sind immer zu bevorzugen

https://www.biovis-diagnostik.eu/wp-content/uploads/Biovis_SARS-CoV-2_Teil3_DE.pdf

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